In der Schule lernt man, es gehe in Politik und Demokratie darum, Regelungen für das Zusammenleben der Bevölkerung zu finden. Es werden "Gesetze" gemacht - das klingt nach allem, nur nicht nach Geld. Wer die politische Praxis aufmerksam verfolgt, muss hingegen feststellen, dass es in der Politik fast immer um das "Verteilen von Geld" bzw. um das Steuern der Geldströme geht. Auch in der Energiepolitik geht es vordergründig nur um Technologien, vor allem aber auch darum, in welche Taschen die reichlichen Erträge dieses existentiell notwendigen Sektors fließen. Mit dem Stromeinspeisegesetz - das später vom Erneuerbare-Energien-Gesetz abgelöst wurde - hat der Deutsche Bundestag eine bemerkenswerte Revolutionierung der gesellschaftlichen Verhältnisse angestoßen: Statt Großkraftwerke der Energiekonzerne zu begünstigen zwangen sie die Konzerne, mit einem Teil der reichlich sprudelnden Stromverkaufserlöse Kleinst-Kraftwerke in Bürgerhand zu finanzieren.
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